Notion ist überall. Design-Teams, Produkt-Teams, Marketing-Teams — und zunehmend auch Entwicklerteams nutzen es für Dokumentation. Es funktioniert, bis zu einem gewissen Punkt. Dann stößt man an die Grenzen, und die Grenzen sind scharf.

Was Notion richtig macht

Der Editor ist schnell und flexibel. Datenbankansichten sind nützlich für Roadmaps. Für nicht-technische Dokumentation ist Notion schwer zu übertreffen.

Wo Notion für technische Teams scheitert

Keine git-Integration. Die Codebasis lebt in git. Aber die Dokumentation lebt in Notions proprietärer Datenbank, von allem anderen abgekoppelt. Wenn ein Entwickler einen PR merged, der einen API-Endpunkt ändert, kann er die Docs nicht im selben Commit aktualisieren. Das Ergebnis ist Dokumentationsdrift.

Lock-in ohne Ausweg. Notions Markdown-Export ist unordentlich. Proprietäre Block-Typen werden undefiniert, Hierarchien werden seltsam abgeflacht. Die Dokumentation ist als Geisel gehalten.

Nur in der Cloud. Kein self-hosted Notion. Anforderungen an die Datenhaltung, DSGVO oder Präferenzen zur Infrastrukturkontrolle — alles blockiert.

Performance im großen Maßstab. Große Workspaces werden langsam. Die Volltextsuche liefert keine guten Ergebnisse.

Kosten im großen Maßstab. Plus-Plan $8/Nutzer/Monat. Für ein 20-köpfiges Team: $1.920/Jahr nur für Dokumentation.

Worauf man achten sollte

  1. Echte bidirektionale git-Integration — git als Quelle der Wahrheit
  2. Self-Hosting-Option
  3. Markdown-first Output
  4. Web-Editor (für Nicht-Entwickler)
  5. Generierung veröffentlichter Docs
  6. Pauschalpreise

Vergleich der Optionen

Valoryx: git IST der Speicher. Web-WYSIWYG-Editor. Einzelne Binary. Kostenlos mit unbegrenzten Editoren. Veröffentlichte Docs eingebaut.

Wiki.js: Self-hosted, gute Editoren, aber datenbankzentriert mit git als optionalem Export.

Docusaurus: Reiner git-Workflow, hervorragende veröffentlichte Docs, kein Web-Editor.

Confluence: Enterprise, Atlassian-Integration, teures Self-Hosting, keine git-Integration.

Outline: Self-hosted, sauberer Editor, Slack-Integration, kein git, erfordert PostgreSQL + Redis.

Die versteckten Kosten von Notion

  • Dokumentationsdrift (Docs nicht synchron mit dem Code)
  • Migrationsschmerzen (nutzbares Markdown zu extrahieren ist schwer)
  • Kontextwechsel zwischen git und Notion
  • Suchprobleme im großen Maßstab

Für ein 10-köpfiges Entwicklerteam übersteigen die versteckten Kosten leicht die Abonnementkosten.


curl -fsSL https://valoryx.org/install.sh | sh
docplatform init --workspace-name "My Docs" --slug my-docs
docplatform serve